USA verschieben Gespräch mit der EU
Geschrieben von: zedmaster84 in Pokernews, tags: NewsQuelle: pokerolymp.de
Eigentlich hätten sich Vertreter der Europäischen Union Anfang August mit den Kollegen aus den USA treffen sollen, um sich über den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) zu unterhalten. Doch nun wurde das Treffen auf unbestimmte Zeit verschoben.
Basierend auf den Entscheidungen der World Trade Organisation (WTO) in der Causa Antigua und Barbuda gegen die USA, kam eine weltweite Diskussion über das Verbot von ausländischen Online-Gaming Anbietern ins Rollen. Denn die amerikanische Regierung will nun mal nicht, dass ausländische Firmen in heimischen Gefilden fischen gehen. Dass das die WTO nicht zulassen kann, liegt auf der Hand und wurde mehrfach auch klar so entschieden.
Betroffen sind natürlich auch die Poker-Anbieter aus dem Raum der europäischen Union. Der UIGEA trifft nämlich vor allem jene Onlinerooms, die auf kleinen europäischen Inseln angesiedelt sind. Dass die USA sich nun auf Anraten des US Trade Representative Office entschlossen haben, das Treffen zu verschieben, trägt nicht zur Verbesserung der auswärtigen Beziehungen bei.
Ein wenig Ironie hat das Treffen aber schon. Denn die EU will unbedingt eine Regulierung mit den USA finden, kann sich aber in den eigenen Staaten nicht durchsetzen. Oder hat man sich erfolgreich gegen die Glücksspiel-Monopole der Mitgliedsstaaten durchgesetzt? Zu sagen, dass es nicht rechtens ist, bleibt schon bislang die einzige Aktion.
Auch wenn die Beziehungen zu den USA sicherlich wichtig und für die Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Vielleicht sollte die EU sich doch zuerst um die eigenen Staaten kümmern, bevor man sich mit anderen anlegt. Die europäischen Pokerspieler und Sportwetter wären dankbar.

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